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Durch den Kontakt mit einem Hund kann der an Demenz erkrankte Mensch oft neue Impulse erfahren. Das bedeutet oft eine immense Motivationssteigerung. Dabei wirkt der Hund durch seinen Anblick, Körperkontakt und die Kommunikation fördernd auf den Menschen. Sinnesanregungen, Gedächtnis, Lebensfreude werden geweckt.
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Therapeutin Bettina Zwikirsch spricht in der Gruppentherapiestunde mit Heimbewohnerin Irma Quatschning, versucht ihr Gedächtnis zu aktivieren. Golden Retriever Hündin Donna unterstützt sie dabei und sucht den Blickkontakt zu Frau Quatschning.
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Glücksmomente mit Minimo
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Bereits drei Mal hat die Hundeschule Zwikirsch aus Borna das Servitas Seniorenzentrum auf dem Weißenfels Kugelberg besucht. Hundetherapie stand dann für an Demenz erkrankte Bewohner auf dem Tagesplan. Diese ruft zuweilen ungeahnte Reaktionen hervor und fördert das Wohlbefinden der Bewohner.
Von unserer Redakteurin karin grossmann
Weißenfels/MZ.
Hundetherapie im Seniorenheim Weißenfels- Angebot für demenzkranke Bewohner
Minimo ist gerade mal zehn Wochen alt. Das Mischlings-Hundemädchen, deren Mutter ein Mops ist und der Vater ein Pudel, ist einer von drei Therapiehunden, mit denen Bettina Zwikirsch alle vier Wochen ins Seniorenzentrum nach Weißenfels kommt. Dazu gehören noch Lucy, die zehn Jahre alte Labrador Retriever-Hündin mit dem dunkelbraunen Fell, und Donna, die zweijährige Golden Retriever-Hündin mit dem hellen Fell, die ein rotes Halstuch trägt. „Ich wohne mittlerweile in Bad Kösen, meine Hundeschule befindet sich aber noch in Borna", erklärt die schwarzhaarige 43-jährige Therapeutin, die die Hunde in den Gruppenraum führt. Den kennen die Vierbeiner schon, suchen sofort den bereitstehenden Wassernapf. „Das brauchen sie jetzt nach der Autofahrt hierher", sagt Frau Zwikirsch. Neun Frauen und ein Mann sitzen im Raum. Mehr sollten es nicht sein, weil Frau Zwikirsch sich mit den Hunden jedem einzelnen in der Gruppentherapiestunde zuwenden will. Die Vierbeiner hat sie extra dafür trainiert.
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»Sie spricht ja heute ganze Sätze."
so meinte kirsten siebert, begleitender dienst
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Fragen nach dem Befinden, nach dem Namen, der Tageszeit... stellt sie den Heimbewohnern. Auf ein Fingerschnipsen nähert sich einer der Hunde. Lucy stellt sich neben den Rollstuhl oder springt auf den Stuhl, lässt sich streicheln, bittet mit Blicken geradezu darum. „Fühlen Sie, wie warm und weich das Fell ist?" fragt Frau Zwikirsch. Noch lieber ist den Demenzkranken die kleine verschmuste Minimo, die setzt sich auf den Schoß. Manchmal werden dabei Erinnerungen wach an einst selbst gehaltene Haustiere. Die Tiere bringen für Sekunden das Gedächtnis in Gang - und vermitteln Glücksgefühle. „Meine Kleene", freut sich Irma Quaschning und lächelt. Die Reaktion freut Kirsten Siebert, die im Seniorenzentrum den begleitenden Dienst leitet. Weil das mehr Worte und Emotionen sind, als die Patientin an anderen Tagen zeigt. Auch bei Ursula Spaniel warten die Betreuer wieder auf den Erfolg. Sie hat eine verkrampfte Hand, weint, wenn sie zum Waschen geöffnet werden soll. Doch wenn sie Minimo streichelt, strecken sich die Finger. „Mancher unserer an Demenz erkrankten Bewohner sagt sonst das ganze Jahr nichts", so Heimleiterin Sieglinde Beyer. Über die Hundetherapie versucht man ihnen zu helfen. Einbeziehen könne man aber nur Frauen und Männer, die keine Angst vor Hunden hätten. Neben der Gruppentherapie bietet Frau Zwikirsch auch Einzeltherapie an. Auf diese Weise besucht sie auch die bettlägerigen Heimbewohner im Zimmer und verschafft ihnen ein paar angenehme Minuten des Glücks. Doch ehe sie auf die Zimmer geht, brauchen die Hunde eine Pause zum Austoben im Freien. „Nicht alle Tiere sind als Therapiehunde geeignet", weiß die Trainerin, die schon am Spielverhalten der Welpen erkennt, ob einer zur Therapie geeignet ist. Sie weiß, dass ihre Hunde diesen „Job" gerne machen, dann aber auch reichlich Zeit brauchen, um sich zu erholen.Frau Zwikirsch und ihre Hunde haben Prüfungen absolviert um in dieser Sparte arbeiten zu können.
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pro seniore Bad Bibra
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Altenheim Meuselwitz
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ASB Böhlen
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SKS Weißenfels
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